Willkommen auf "Biel im Bild" / Bienvenue à «Bienne en images»

Liebe BesucherInnen

In Biel drehen sich die Zeiger der Uhrenstadt in Richtung Zukunft. In Biel zu leben heisst mit der Zeit gehen. Was Biel in vieler Hinsicht charmant und einzigartig macht ist dass die Zeit zwischendurch stehen bleibt, denn Vergangenheit und Zukunft stehen hier im Einklang.

ALTSTADT: Das äussere Erscheinungsbild scheint die Jahrhunderte nahezu unverändert zu überstehen. Beim Gang durch die schönen Gassen der Altstadt erlebt man das historische Biel: Bauten (Alte Krone, Fürstbischöfliches Haus, Zunfthäuser, Abtenhaus, Stadtkirche Benedikt, Stadttheater, Pfarrhaus, Türme), Brunnen (Venner, Justitia, Engel), Plätze (Burgplatz, Ring), Namen (Thellung, Wyttenbach, Blösch, Haller, Rosius) Die 1310 urkundlich erwähnte Brunnquelle (heute Römerquelle genannt) sprudelt immer noch und sorgt damit dafür dass die mit der Römerquelle verbundene Geschichte des französischen Soldaten Villemin nicht in Vergessenheit gerät . Vertiefen Sie diese Erfahrung bei einer Altstadtführung von Tourismus Biel Seeland. In den charmanten Geschäften, die Perlen der Altstadt, gibt es einiges zu entdecken. Jeden First Friday des Monats mit attraktivem Abendprogramm, Sommerfest und weihnachtlicher Balade de Noel.

Lauben, Das Fürstenhaus (1550), Oberes Thellunghaus (1666), Inschriften, Allianzwappen, Malereien und mehrere Brunnen sind an der südseitigen Obergasse zu finden.

ZWEISPRACHIGKEIT: Zeitgenossen aus über 165 Nationen leben und arbeiten hier, gesprochen wird „bilingue“. Das Forum für Zweisprachigkeit versucht das "bilingue" zu fördern. Wer sich für Sprachen interessiert sollte eine Veranstaltung des Sprach-Tandems aufsuchen. In Biel wurde seit Jahrhunderten Zweisprachig gesprochen, wie man aus Dokumenten entnehmen kann. Mit dem Aufkommen der Uhrenindustrie, welche französischsprechende Experten mit sich brachte, wurde das "bilingue" zunehmend populärer. das Bieldytsch, welches an den Basler Dialekt erinnert, rückte in den Hintergrund.

STRASSENSCHILDER: Besonders die zweisprachigen Strassenschilder fallen dem Besucher auf. Sie sind von Persönlichkeiten geprägt, die Biel/Bienne stark beeinflusst haben: Johann Ludwig Aberli (1723-1786, Maler); Johann Aebi (1824-1880,Uhrenfabrikant, Gründer der Musikgesellschaft Madretsch); Albert Anker (1831-1910, Maler); Marie Louise Blösch-Moser (1782-1863, Internatsleiterin), Gustav Briedel (1827-1884, Ingenieur); Marcelin Chipot (1824-1887, Brauer); Henri Dubois Dufour (1787-1875, General); Roger Federer (1981, Tennis-Champion); Josua Finsler (1530,1602, Pfarrer); Albert Galeer (1816-1851, Förderer der schweizerischen Arbeiterbewegung); Emile Oscar Ganguillet (1818-1894, Kantonsingenieur); Adam Göuffi (-1482, Venner); Johannes Gutenberg (1397-1468, Buchdrucker, Erfinder); Albrecht von Haller (1708-1777, Arzt und Dichter); Georg Friedrich Heilmann (1785-1862, Diplomat und Richter); Hans Hugi (1562-1643, Burgermester); Gottfried Ischer (1832-1896, Pfarrer von Mett); Pierre-Fréderic Ingold (1787-1878, Erfinder, Uhrenspezialist); Wilhelm Rudolf Kutter (1818-1888, Strassenplaner); Theodor Kocher (1841-1917, Chirurgie-Professor); Richard La Nicca (1794-1883, Ingenieur); Hans Heinrich Laubscher (1605-1648, Glasmaler); Hermann Lienhard (1851-1905, Bundesrichter), Johannes Lisser (Burgermeister); Karl Mathy (1807-1868, Lehrer, badischer Ministerpräsident); Adam Friedrich Molz (1790-1897, Berner Gefägnisspfarrer, Bieldytscher Dichter); David Moning (1824-1896, Uhrenmacher und Amtsrichter); Abraham Alexander Moser (1755-1824, Burgermeister); Karl Neuhaus (1796-1849, Berner Schultheiss); Ulrich Ochsenbein (1811-1890, Chef des Eidgenössischen Militärdepartements); Freidrich Oppliger (1884-1946, Rektor der städtischen Handelsschule); Heinrich Pestalozzi (1746-1827, Pfarrhelfer in Biel); Leo-Paul Robert (1851-1923, Maler); Bendicht Rechberger (1509-1565, Glasmaler), Gottfried Reimann (1862-1909, Stadtpräsident); Johann Renfer (-1894, Mühlebesitzer); Jakob Rosius (1598-1676, Astronom); Abraham Scholl (1700-1772, bischöflicher Meier); Gottfried Scholl (1803-1865, Gemeinderat); Alexander Schöni (1796-1880, Bieler Gerichtspräsident); Ernst Schüler (1807-1881, Gymnasium-Lehrer und Gemeinderat); Jean Sessler (1822-1897, Präsident der Bieler Liedertafel); Karl Stauffer (1857-1891, Stadtpräsident); Robert Walser (1878-1956, Schriftsteller); Jakob Stämpfli (1820-1879, Alt-Bundesrat); Hans Heinrich Thellung (1550-1637, Besitzer der Lochmühle); Johann Heinrich Thellung (1615-1691, Adliger);  Augustin Verresius (-1635, Maler); Albert Wyss (1843-1916, Bauherr); Thomas Wyttenbach (-1526, Pfarrer). Literaturtipp: Bieler Strassennamen, herausgegeben vom Altstadtleist Biel; Sie veränderten Biel/Ils ont changé Bienne von Mario Cortesi; Biel Stadtgeschichtliches Lexikon von Werner und Marcus Bourquin

Roger Federer mit Strassenschild an der Einweihung seiner nach ihm benannten Allee bei Swiss Teenis

BRUNNEN: Auf Bieler Boden befinden sich 84 öffentliche Brunnen mit einwandfreier Trinkqualität (Stand 2017), welche vom Energie Service Biel/Bienne ausreichend mit Wasser versorgt werden. Das Trinkwasser stammt aus dem Bielersee (aufbereitet im Seewasserwerk Ipsach), der Grundwasseranlage Gimmiz/Walperswil und der Leugenenquelle. Ursprünglich war die Römerquelle für die Wasserversorgung der Bevölkerung zuständig. Da sie heute ungefiltert in Privatbrunnen fliesst, darf dieses Quellwasser aufgrund der strengen Kontroll- und Hygienevorschriften nicht mehr zum trinken benützt werden. Ebenfalls ausgedient hat seit 2005 die Merlinquelle. Nachbar  Nidau hat 11 trinkbare Brunnen, welche ebenfalls vom ESB mit Wasser beliefert werden. Der beliebteste und ansehnlichste Neuzugang ist der Wasserbecken-Park Esplanade Kongresshaus. Die ältesten Brunnen befinden sich in der Altstadt. Der Engelbrunnen, unverändert in seiner Form, hat schon die Schriftsteller Alexandre Dumas (die drei Musketiere) beeindruckt. Der Vennerbrunnen war Protagonist in Ernst Flückigers Freilichtspiel "Der Bieler Ring":

"Fliesse Brunnen, fliesse, Aus der Quelle giesse,

Sonst zieh'n wir um dich herum, Und dann bleibst du ewig stumm.

Rinne, Wasser, rinne, Murmle nur und sinne,

In  den schönen, blauen Seen, Musst du dennoch untergehn.

Wenn die Brunn' versiegen, Quellen trocken liegen,

Bitten wir um neuen Segen, und dann gibt es wieder Regen."

Literaturtipp: "Ihr Trinkwasser vom ESB (PDF), "Der Bieler Ring" von Ernst Flückiger", "Brunnen Büchlein" vom Bieler Manifest und ESB; "Reiseerinnerungen an die Schweiz" von Alexandre Dumas, 4. Band, 1853,